Neben Eindrücken aus der Geschichte von KRAAN sind auch zwei bislang unveröffentlichte Titel aus dem 2026 geplanten neuen Album zu hören

KRAAN, eine der stilistisch eigenständigsten und innovativsten Rockbands Deutschlands wird in diesen Tagen 55 Jahre alt. Die ersten Konzerte der Urbesetzung fanden im September 1970 statt – damals noch unter dem Bandnamen Inzest. Die Gründungsmitglieder Hellmut Hattler, Peter Wolbrandt und Jan Fride bilden bis heute das Kern-Trio von KRAAN. Das erste Album „Kraan“ erschien 1972 und überraschte mit einem originellen Stilmix aus Funk, Jazz, Prog- und Art-Rock, mit experimentellen und weltmusikalischen Elementen. Über manche personellen Umbesetzungen und teils langjährige Pausen hinweg, blieb der typische KRAAN-Sound in seiner originären Substanz trotz aller Veränderungen und klangtechnischer Weiterentwicklungen bis heute erhalten – mit all den charakteristischen melodiösen Riffs, den harmonischen Finessen, den federnden Grooves und energetischen Rhythmen, den spielfreudigen Improvisationen und den unverwechselbaren, hoch musikalischen Kompositionen von besonderer Qualität. Das war und ist vor allem den beiden Frontleuten und Hauptkomponisten Hellmut Hattler (bass) und Peter Wolbrandt (git, voc) geschuldet, die seit 55 Jahren als einzige durchgängig das Klangbild von KRAAN geprägt haben.

Um weitere Band-Mitglieder zu nennen, die längerfristig zur KRAAN-Besetzung gehörten: Saxophonist Johannes Pappert war Mitglied der Urformation von den Anfängen bis 1975. Ingo Bischof war KRAAN-Keyboarder und zum Teil Mitkomponist von 1975 bis 1983 und von 2001 bis 2007 (er starb 2019). Als Jan Fride von 1978 bis 1983 pausierte, kam für ihn der Schlagzeuger Udo Dahmen in die Band. Trompeter Joo Kraus war KRAAN-Mitglied von 1988 bis 1991 und gründete danach gemeinsam mit Hellmut Hattler das überaus erfolgreiche Hipjazz-Duo Tab Two. Seit 2016 ist der Keyboarder Martin Kasper ständiger Gastmusiker bei KRAAN.

Bislang wurden 29 Alben veröffentlicht, darunter auch Live- und Kompilations-LPs. Album Nr. 30, ein Studioalbum mit ausschließlich neuen Titeln soll im nächsten Frühjahr veröffentlicht werden. Der Kramladen kann in dieser Sendung zwei neue, bis dato unveröffentlichte Demo-Titel aus dem neuen Album als Radio-Premiere präsentieren, dankenswerterweise von KRAAN zur Verfügung gestellt.
Band-Primus inter pares, Hellmut Hattler erzählt Einiges, auch bislang Unbekanntes, aus der Entwicklungsgeschichte von KRAAN. Und diese Entwicklung geht weiter. Für das neue Jahr 2026 sind bereits acht Live-Auftritte von KRAAN vereinbart.

Die Playlist zur Sendung „KRAAN – zum 55-jährigen Band-Jubiläum“
Artist / Track / Album / Label
1. L. Shankar / Darlene (Kramladen-Themamusik) / Touch Me There / Zappa Records
2. KRAAN / Tadpole (Demo) / Tadpole (VÖ: 2026) / Bassball recordings, 36 music
3. KRAAN / M.C. Escher / Kraan / EMI, Intercord
4. KRAAN / Norwegen Dia [Acoustic Version] / Zoup / 36music
5. KRAAN / Solitude / Sandglass / 36music
6. KRAAN / Let’s Take A Ride / The Trio Years-Zugabe / 36music
7. KRAAN / Andy Nogger / The Trio-Years / 36music
8. KRAAN / Just One Way / Wiederhören / Fünfundvierzig, Indigo
9. KRAAN / Petuna (Demo) / Tadpole (VÖ: 2026) / 36music
10. KRAAN / Twisted / Zoup / Bassball Recordings, 36music

Die Sendung „KRAAN – zum 55-jährigen Band-Jubiläum“ läuft in ByteFM am Do 25.09. um 23 Uhr und am Sa 27.09.25 um 14 Uhr, wird von Antenne Mainz über DAB+ und UKW ausgestrahlt am Do 25.09.25 um 23 Uhr und am So 28.09.25 um 22 Uhr – und läuft in Radio-Rebell vom 25. – 28.09.25 jeweils um 22 Uhr.

Der Zusammenschnitt der Sendung „KRAAN – zum 55-jährigen Band-Jubiläum“ ist als Podcast hier zu hören:

Bei mir ging die Kraan-Geschichte im Jahr 1978 los. Meine Schwester brachte von einer Klassenfahrt die LPs „Kraan Live“ und „Flyday“ mit. Es hat mich sofort gepackt und bis heute nicht wieder losgelassen. Mein erstes Konzert war im März 1980 in Kassel, mein letztes vor wenigen Wochen in meiner Geburtsstadt Treysa, in der Kraan zuvor das erste und einziges Konzert gegeben hat, Dazwischen liegen unzählige Konzerte in unterschiedlichen Konstellationen und Projekten, natürlich auch das Projekt “ Deutsche Rockhelden“, dem ich im Sinkkasten beiwohnen durfte.
Bereits in den 70ern hab ich kein Konzert von Kraan in Aachen verpasst. 2025 wollte ich nochmal gucken ob sie bei mir noch zünden. also mit Sohnemann (bekennender Rock am Ring Junky) nach Burg Wilhelmstein.
Es war einfach nur „geil“ , Es hat wieder gezündet. Ihr seid noch besser als damals!
Kommentar vom RaR Sohnemann: „boo die „alten Sä…“ spielen die meisten Bands vom RaR an die Wand!“
Vinylkauf war selbstverständlich!!