David Gilmour – zum 80. Geburtstag. Teil 2. Die Soloalben.

Auch ohne Pink Floyd vermag der Gitarrist, Sänger und Songschreiber David Gilmour zu überzeugen

Der Podcast zur Sendung

 

David Gilmour 2015 (Lrheath, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons)

 

Seine Pink Floyd-Vergangenheit und all die großen Songklassiker, die er mit Pink Floyd aufgenommen hat, kennt jeder Musikinteressierte. Seine Soloalben sind dagegen weniger bekannt. Neben drei Livealben und fünf Live-Videos hat er bislang nur fünf Studioalben veröffentlicht: „David Gilmour“ (1978), „About Face“ (1984), „On an Island“ (2006), „Rattle That Lock“ (2015) und „Luck and Strange“ (2024). Das jüngste Live-Doppelalbum „Live from the Luck and Strange Concerts / Live at the Circus Maximus Rome“ wurde im Oktober 2025 veröffentlicht.
Im Vergleich zu den Alben von Pink Floyd werden die Soloalben von David Gilmour in der Regel zwar positiv, aber deutlich zurückhaltender bewertet. Kritiker und Publikum sehen sie meist als hochwertige Ergänzung, jedoch nicht als künstlerisch gleichrangig mit den großen Pink-Floyd-Werken. Zusammengefasst lautet das Fazit: Pink Floyd waren visionär, konzeptionell, insgesamt stilprägend, David Gilmour solo dagegen ist vornehmlich gitarrenorientiert, mehr zeitbezogen und persönlicher.

 

David Gilmour 2006 (deep_schismic @ flickr - https://www.flickr.com/photos/7520964@N06/3279080264/, CC BY 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/2.0>, via Wikimedia Commons)

 

Der Solist: David Gilmour ohne Pink Floyd ist das Thema des zweiten Teils des Porträts zu seinem 80. Geburtstag.
David Gilmours Soloalben zeigen ihn weniger als Konzeptkünstler, sondern als reflektierten Songwriter, der vor allem Intimität sucht statt Monumentalität.
David Gilmour steht für eine seltene Form von Gitarrenspiel: sowohl ausdrucksstark emotional als auch präzise, technisch souverän, aber niemals eitel. Seine Soli sind erinnerbar wie Gesangsmelodien – man kann sie mitsummen.

 

"On an Island" , 2006 (Albumcover)

 

In einer Rockgeschichte voller Geschwindigkeit, Posing und Effekte verkörpert er das Gegenteil: Geduld, Raum, Bedeutung und Persönlichkeit.
Als Gitarrist von Pink Floyd hat er das kollektive Gedächtnis der Rockmusik geprägt. Als Solokünstler hat er bewiesen, dass Größe nicht im Lauten liegen muss, sondern im Reduzierten liegen kann. Zum 80. Geburtstag erscheint er deshalb weniger als Denkmal – sondern als Stimme, die noch immer klingt, als würde sie uns etwas erzählen wollen: von Zeit, Verlust, Schönheit und der merkwürdigen Gnade, alt zu werden und trotzdem weiterzuspielen.

 

Debüt-Soloalbum 1978 (Cover)

 

Die Playlist zur Sendung „David Gilmour – zum 80. Geburtstag. Teil 2. Die Soloalben.“

Artist / Track / Album / Label
1. L. Shankar / Darlene (Kramladen-Themamusik) / Touch Me There / Zappa Records
2. David Gilmour / Luck and Strange / Live from the Luck and Strange Concerts / Sony
3. David Gilmour / Dark And Velvet Nights / Live from the Luck and Strange Concerts / Sony
4. David Gilmour / Where We Start / On An Island / EMI
5. David Gilmour / There’s No Way Out Of Here / David Gilmour / Harvest Records, EMI

 

LP "About Face", 1984 (Cover)

 

6. David Gilmour / Murder / About Face / Harvest, Columbia
7. David Gilmour / The Blue / On An Island / EMI
8. David Gilmour / A Great Day For Freedom / Live from the Luck and Strange Concerts / Sony

 

David Gilmour "The Luck and Strange Concerts", 2025  Albumcover

 

Die Sendung „David Gilmour – zum 80. Geburtstag. Teil 2. Die Soloalben.“ läuft in
- ByteFM am Sa 14.03.26 um 14 Uhr
- Antenne Mainz, ausgestrahlt über DAB+ und UKW am Do 12.03.26 um 23 Uhr und am So 15.03.26 um 22 Uhr
- Radio-Rebell vom Fr 13. bis So 15.03.26, jeweils um 22 Uhr

 

"Luck and Strange", 2024, Albumcover

 

Der Zusammenschnitt der Sendung „David Gilmour – zum 80. Geburtstag. Teil 2. Die Soloalben.“ ist als Podcast hier zu hören:

 

 

"Rattle That Lock", 2015 (Albumcover)

 

David Gilmour, 2016 (Creative-Commons-Lizenz, 4.0 international „Egghead06“.)

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