Ein schräg-amüsanter Ausschnitt aus dem Konzert-Programm Jazz & Lyrik mit Michael Sagmeister vom 07.11.2025

Mal was zum Lachen
Am 7. November 2025 hatte ich den Gitarrenmeister Michael Sagmeister eingeladen, mit mir in der Rebell(i)schen Studiobühne ein Jazz & Lyrik-Programm zu spielen.

Die Überschrift des Programms lautete „Gegensätze ziehen sich – in Betracht“ – angelehnt an Michael Sagmeisters letztes Duo-Album „Opposites Attract“
Er kannte die von mir mitgebrachten Texte überwiegend nicht. Ich hatte einige Texte speziell zu bestimmten Kompositionen von ihm geschrieben. Zu anderen Texten, die zumindest auf Titelüberschriften aus dem Sagmeister-Repertoire Bezug nahmen, würde er frei improvisieren – so das Konzept.

Doch es gab einen witzig gemeinten Text von mir, der nichts mit Sagmeister-Kompositionen zu tun hatte (und inhaltlich völlig aus dem Lyrik-Programm herausfiel), mit dem ich ihn völlig überraschte. Es war der Text „Gitarristen-dissen“ mit teils üblen Sprüchen, mit denen Gitarristen-Rivalen übereinander herziehen. Michael Sagmeister, der den Text zum allerersten Mal am 07.11. auf der Bühne von mir hörte, reagierte spontan auf die im Text angesprochenen Gitarristen-Kollegen wie Eric Clapton, Frank Zappa, Keith Richards, Jimi Hendrix und Jimmy Page und zitierte typische Stil-Charakteristika dieser Gitarreros, eingebunden in seine jazzige Improvisation – wie gesagt völlig spontan, ohne Absprache und ohne Vorbereitung.
Hier ist seine ad hoc-Meisterleistung zu hören:
Während er diesen Text zum ersten Mal auf der Bühne hörte und dazu spontan improvisierte, musste er ab und an ziemlich an sich halten, um nicht loszuprusten, weil manche der Sprüche ihm durchaus vertraut waren.
Und bei zwei Titeln des Abends konnte ich Amateurgitarrist mit dem Weltklasse-Jazzgitarristen zusammenspielen - denkwürdig, merkwürdig (aber nicht unwürdig).
