Ich habe die Beatles gesehen

The Beatles 1966
(Photo-Graphic-Art: Gerd Coordes)
The Beatles 1966 (Photo-Graphic-Art: Gerd Coordes)

Erstsendung: 16.06.2016

Die Deutschland-Tour der Beatles 1966
Ich habe die Beatles gesehen – live vor 50 Jahren

Playlist

Artist Track Album Label Zeitplan
1. L. Shankar Darlene (Kramladen-Themamusik) Touch Me There Zappa Records 00:29
2. Paul McCartney Early Days Pure McCartney Concord Music Group 02:35
3. Paul McCartney Eleanor Rigby Back In The World Live Capitol 08:18
4. The Beatles Tomorrow Never Knows Revolver Apple, EMI 13:42
5. The Beatles Paperback Writer Documents Vol. 3 Document Records 20:33
6. The Beatles Norwegian Wood Rubbersoul Apple, EMI 27:11
7. The Beatles Rain Past Masters Vol. 2 Parlophone, Apple 30:24
8. The Beatles I Feel Fine Anthology 2 Apple, EMI 35:46
9. The Beatles She’s A Woman Anthology 2 Apple, EMI 40:31
10. The Beatles Ticket To Ride Anthology 2 Apple, EMI 46:38
11. The Beatles Yesterday Live at Grugahalle, Essen 25.06.1966 download 49:41
12. The Beatles Nowhere Man Yellow Submarine Apple, EMI 51:25
13. The Beatles I’m Down Past Masters Volume 1 Apple, EMI 55:07
14. The Beatles We Can Work It Out 1 Apple, EMI 58:42

„Ich habe die Beatles gesehen“

Im Juni vor 50 Jahren waren die Beatles auf ihrer einzigen Deutschlandtournee und gaben sechs Konzerte in drei Städten: München am 24.06., Essen am 25.06. und Hamburg am 26.06.1966. Und so geschah es also am 25. Juni vor 50 Jahren, dass in der Essener Grugahalle ein großes Geschrei anhob, der Hallenboden zu vibrieren begann und etliche Teenager in Ohnmacht fielen, als die Fab Four die Bühne enterten und mit Chuck Berry’s „Rock’n’Roll Music“ loslegten.
Und der Schreiber dieser Zeilen war bei diesem denkwürdigen Ereignis dabei. Nicht als Fall für die Sanitäter, auch nicht als hysterischer Schreihals, sondern als glühender Beatles-Fan, der von seinen Idolen gerne mehr gesehen und vor allem mehr gehört hätte. Dass daraus nichts werden sollte, deutete sich schon beim Umbau nach den Vorgruppen an. In dem Augenblick, als Ringo’s Bass-Drum mit dem Beatles-Logo aufs Podest gestellt wurde, setzte das Geschrei der Fans ein. Das Kreischen steigerte sich später ins Infernalische, jedes Mal, wenn Paul und George ins gleiche Mikrophon ihre „Uuhs“ und „Yeahs“ schmetterten und dazu grinsend mit den Köpfen wackelten. Oder wenn sich alle Vier nach jedem Titel tief verbeugten. Aber eigentlich schrien die Fans ständig. War das „She’s A Woman“ oder „Day Tripper“? Welchen Song die Beatles gerade spielten, das war nur schwerlich zu identifizieren, so arg wurde die größte Band aller Zeiten mit ihren kleinen 100-Watt-Vox-Verstärkern von den Fans niedergebrüllt, oder besser frenetisch jubelnd übertönt.
Auch wenn das Konzert der Überhelden nach einer halben Stunde schon vorbei war und auch wenn kaum etwas von der Live-Musik der vier Giganten in der Grugahalle zu hören war, auch nicht vom Schlusstitel „I’m Down“ – „down“ war keiner der 8000 Beatles-Fans in der ausverkauften Halle. Im Gegenteil. Für mich war der Kurz-Auftritt der Beatles in Essen vor 50 Jahren das aufregendste Konzert meines Lebens. Und darüber muss doch mal was erzählt werden: Anekdoten eines Zeitzeugen. Das ist das Thema des Kramladens. Yeah!

 

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