Chuck Berry

Chuck Berry 1997 (Foto: commons wikimedia)
Chuck Berry 1997 (Foto: commons wikimedia)

Erstsendung: 20.10.2016

Hail! Hail! Rock’n’Roll – Chuck Berry, zum 90. Geburtstag

„Just let me hear some of that Rock and Roll Music“ – diese berühmte Eröffnungszeile des Chuck Berry-Klassikers „Rock And Roll Music“ aus dem Jahre 1957 infizierte Heerscharen von Musikern, die ihm nacheiferten und seine Songs nachspielten. Über 5000 Coverversionen von Chuck Berry-Songs soll es geben. Die Liste der Chuck Berry-Interpreten liest sich wie ein Who’s Who der Rockgeschichte: Elvis Presley, Beatles, Rolling Stones, Beach Boys, Kinks, Jimi Hendrix, Bruce Springsteen, Eric Clapton, AC/DC, Motörhead, Status Quo usw..
Elvis mag die Ikone des Rock’n’Roll sein, doch Chuck Berry ist der musikalische Kopf. Kaum ein anderer hat die Stilistik und das Songbook des Rock’n’Roll so sehr geprägt wie er. Seine charakteristischen Gitarren-Licks und Riffs, seine pfiffigen und prägnanten Melodien und seine cleveren Texte zwischen Straßenjargon und Rock-Poesie gehören zur Essenz der Rockmusik. Als Rock-Entertainer mit seinem witzigen Duck-Walk und seiner lässigen Schnoddrigkeit versetzte er seine Fans in Rage.
Es gab auch etliche negative Schlagzeilen in seinem Leben. Schon in jungen Jahren kam er mit dem Gesetz in Konflikt, was ihm wegen verschiedener Delikte einige Monate Jugendhaft einbrachte. 1961 wurde er zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, weil sein „Sweet Little Sixteen“ offenbar nur 14 Jahre alt war. Später wurde er mit steuerlichen, aber auch mit moralisch-sexuellen Vergehen in Verbindung gebracht. Chuck Berry nahm in seiner Autobiografie von 1987 zu den Anklagen Stellung und gab dabei zu bedenken, dass es nicht nur in der US-amerikanischen Polizei, sondern auch in der Justiz viele Rassisten gab und gibt. Seiner Karriere und seiner Reputation als Altmeister des Rock’n’Roll konnten die negativen Schlagzeilen auf Dauer aber nicht schaden. Im Jahre 1985 erhielt er einen Grammy für sein Lebenswerk und wurde in die <Rock’n’Roll Hall of Fame> aufgenommen.
Der schwarze King des Rock’n’Roll ist noch immer live aktiv, hat aber seine große Gabe, prägnante, pointierte Rock’n“Roll-Songs zu schreiben, schon 1979 aufgegeben. Seitdem ist kein Album mit neuem Songmaterial von ihm erschienen. Und seitdem spielt er in seinen meist kurzen Shows wie eine lebende Musicbox ein Best-of-Programm seiner großen alten Hits. An einige seiner unsterblichen Songklassiker will der Kramladen, neben diversen großartigen Coverversionen, in einer Hommage zum 90. Geburtstag von Chuck Berry erinnern.

Playlist

Artist Track Album Label Zeitplan
1. L. Shankar Darlene (Kramladen-Themamusik) Touch Me There Zappa Records 00:10
2. Chuck Berry, Keith Richards, Eric Clapton School Days, Hail! Hail! Rock’n’Roll Hail! Hail! Rock’n’Roll MCA 03:01
3. Chuck Berry Too Much Monkey Business After School Session Chess 07:51
4. The Beatles Too Much Monkey Business Live at the BBC Apple 12:15
5. Chuck Berry Come On Single „Come On“ Chess 15:22
6. Rolling Stones Come On Gold Collection – 20 Golden Hits Virgin 16:16
7. Chuck Berry Sweet Little Sixteen One Dozen Berrys Chess 19:07
8. The Beach Boys Surfin’ USA 20 Golden Greats Capitol 22:03
9. Chuck Berry C’est La Vie 60 Great Songs of the 60’s The Goodman Group 26:28
10. Bruce Springsteen You Never Can Tell Wrecking Ball-Tour live download 30:37
11. Chuck Berry Memphis Tennesse Live At The BBC download 38:00
12. Chuck Berry No Particular Place To Go St. Louis To Liverpool Chess 44:56
13. The Beatles Rock And Roll Music Beatles For Sale EMI 48:37
14. Chuck Berry, Keith Richards, Julian Lennon Johnny B. Goode Hail! Hail! Rock’n’Roll MCA 51:32
15. Chuck Berry Johnny B. Goode Live in Moskau 2014 download 55:05
16. Paul McCartney Brown Eyed Handsome Man Run Devil Run EMI 58:05

 

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