Stephan Eicher

Stephan_Eicher.2021 (Thesupermat, CC BY-SA 2.0 httpscreativecommons.orglicensesby-sa2.0, via Wikimedia Commons
Stephan_Eicher.2021 (Thesupermat, CC BY-SA 2.0 httpscreativecommons.orglicensesby-sa2.0, via Wikimedia Commons

Stephan Eicher und sein Album „Louanges“

+ Interview mit Stephan Eicher, geführt am 15.06.1999

 

Erstsendung 24.06.1999, Volkers Kramladen (hr3)

 

Man hat ihn zu den wichtigsten Pop-Rock/Individualisten auf dem europäischen Kontinent gezählt. Doch hierzulande ist er nie über den Status des Geheimtipps hinausgekommen. In der Schweiz, seinem Heimatland ist er ein Superstar. In Frankreich ist er sehr populär. In Italien kam er mehrfach in die Charts. Doch in Deutschland kennt man ihn nur in Insider-Kreisen.

Ist das nur ein Problem der Sprachbarriere?

Der Freigeist, Sänger, Gitarrist und Songschreiber Stephan Eicher hatte 1981 mit seiner Band Grauzone und dem deutschsprachigen Song „Eisbär“ einen Achtungserfolg während der Neuen Deutschen Welle.

Aber als Solist entwickelte er sich zu einem Rock-Chansonnier mit einer starken frankophilen Ader. 1989 kam er in Kontakt mit Philippe Djian, dem französischen Romanautor und Schriftsteller, der z.B. mit seinem Roman „Betty Blue“ erfolgreich war. Seit dieser Zeit schrieb der französische Dichter Djian seinem Schweizer Freund Eicher viele Songtexte. Aus dieser Zusammenarbeit entstanden großartige Rock-Chansons, wie man sie zuvor so noch nicht gehört hatte.

Was auch an der weltoffenen Kompositionsweise des vielgereisten Kosmopoliten Stephan Eicher liegt.

Er hat Grunge-ähnlich verzerrte Brettgitarren lärmen lassen. Er hat Ethno-Elemente und Worldmusic-Klänge verarbeitet. Und so wie Peter Gabriel mit Youssou N’Dour aus dem Senegal gesungen hat, so sang Stephan Eicher gemeinsam mit dem Senegalesen Ismael Lo. Er hat ätherisch klingende Pop-Chansons mit Ambientsounds á la Brian Eno ausgeschmückt. Und er hat AC/DC’s „Highway To Hell“ krachend gecovert.

Er setzt gerne den Dudelsack ein, lässt öfter eine gestopfte Jazz-Trompete hören – und mit Streichern hat er schon immer gerne gearbeitet.

Vieles davon findet sich wieder in den wunderbaren Songs des großartigen Albums „Louanges“ (Loblieder)

 

Playlist – alle Songs: Stephan Eicher

Riviere

Venez Danser

Ce Peu D’Amour

Hell’s Kitchen

La Méme Nez

Montage diverser Songausschnitte

La Fin Du Monde

Louanges

Sans Volouir Te Commander

Going Home

 

 

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